Austausch mit AktivistInnen aus Armensiedlungen und mit ihnen solidarischen AkademikerInnen aus Kenia, Südafrika, Brasilien, Mexiko
Wichtige Angriffe auf die Lebensbedingungen der städtischen Bevölkerung haben sich im Rahmen der neoliberalen Globalisierung weltweit angeglichen, auch wenn sicher die Situation einer SlumbewohnerIn in Nairobi nicht mit der einer MieterIn in Berlin vergleichbar ist. Privatisierung städtischer Infrastruktur, Verdrängung, die scheinbaren Zwänge globalisierter Märkte und polizeistaatliche Lösungen sozialer Probleme sind weltweit allgegenwärtig.
Ziel der Veranstaltung ist ein gemeinsamer Austausch zwischen sozialen Bewegungen aus Berlin und AktivistInnen sowie mit ihnen solidarische AkademikerInnen aus Hüttensiedlungen des globalen Südens. Folgende Themenstränge werden im Fokus stehen:
• zentrale Themen in den jeweiligen städtischen Auseinandersetzung; zentrale Forderungen
• Formen der Regulierung (informellen) Wohnens; Erfahrungen mit Alternativen zum Privateigentum an Grund- und Boden
• "Ghetto-Diskurse" und ihre möglichen Beziehungen mit "Aufwertungen, Gentrifizierung“ vs. "Vertreibungen, Säuberungen"
• Erfahrungen und Strategien der Mobilisierung, Organisierung und Bündnisarbeit
• Möglichkeiten einer internationalen Kooperation
• Erfahrungen mit linken Regierungen; Verhältnis Basismobilisierung und institutionelle Umsetzung von Forderungen
Anwesend sind:
Lawrence Apiyo, Koordinator des Grassroot Trust Kisumu/Nairobi, Kenia
Renato Cymbalista, Dozent und Stadtforscher, USP, Sao Paulo, Brasilien
Marie Huchzermeyer, Dozentin und Stadtforscherin, University of Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika
Georgina Sandoval, ehemalige Leiterin der NGO Casa y Ciudad, Mexiko-Stadt
S'bu Zikode, Präsident der Bewegung der HüttenbewohnerInnen Abahlali base Mjondolo, Durban, Südafrika
Die Veranstaltung findet in Englisch statt und wird nicht komplett übersetzt. Wir versuchen aber, Beiträge mit schwer verständlichem Dialekt zu übersetzen und Beiträge aus dem Deutschen zu übersetzen, sodass sich auch Menschen beteiligen können, die nicht sicher im Englischen sind.
Das Treffen wird gemeinsam von avanti (http://avanti-projekt.de/) und dem Habitat Netz (http://www.habitants.de/) organisiert.
