Abschiebung - zunächst - verhindert.
Gegen die geplante Abschiebung regte sich schnell Protest: der UnterstützerInnenkreis formierte sich, ein Anwalt wurde eingeschaltet, eine Informationsveranstaltung abgehalten, Unterschriftenlisten und Flugblätter verteilt. Zusätzlich fand am Montag, den 30.5. eine Mahnwache mit 40 bis 50 Personen vor dem Rathaus in Delmenhorst statt, um die Ratsfraktionen zu informieren. FDP und Grüne zeigten sich daraufhin engagiert und stellten Anträge an den Rat der Stadt. Gespräche im Rathaus mit dem UnterstützerInnenkreis und die Vorlage eines Arbeitsplatzangebotes für Fitim erhöhten den Druck auf die Verantwortlichen.
Am frühen Morgen des 31.5. versammelten sich schließlich ca. 100 UnterstützerInnen vor dem Haus des Betroffenen in Delmenhorst – Adelheide, um eine gewaltsame Abschiebung zu verhindern. Gemeinsam harrten sie bis weit nach 4 Uhr – dem geplanten Abschiebtermin – aus.
Durch diese Aktionen wurde die Abschiebung zunächst verhindert, die Ausländerbehörde versäumte ihren Termin – ohne jedoch den Betroffenen hierüber zu informieren.
„Das ist für uns zunächst ein Erfolg, dennoch ist das Thema und die Bedrohung für Fitim damit noch nicht vom Tisch. Wir werden also weiter machen.“, so Marc Millies vom UnterstützerInnenkreis.
Die versuchte Abschiebung in Delmenhorst steht im Kontext eines, von Innenminister Schünemann propagierten, restriktiveren Umganges mit Flüchtlingen im Land Niedersachsen. Damit wird die diskriminierende Flüchtlingspolitik noch weiter auf die Spitze getrieben. Die Auswirkung dieser Politik ist immer wieder die Zerstörung von menschlichen Schicksalen, wie am Delmenhorster Beispiel zu sehen ist.
Ein nächstes öffentliches Treffen des UnterstützerInnenkreises findet am 5. Juni um 18 Uhr in der „Kerem Kulturkneipe“ (Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst) statt, Interessierte sind herzlich eingeladen.
Mehr Infos im Netz: hiergeblieben.blogsport.de, indymedia