Antimuslimischer Rassismus als Kulturalisierung sozialer Ungleichheit
In der "Sarrazin-Debatte" konnte die Konstruktion eines antimuslimischem Rassismus deutlich beobachtet werden. Menschen aus arabischen Ländern und der Türkei wurden als minderintelligent stigmatisiert und zu wirtschaftlich und sozial unproduktiven "Parasiten" erklärt. Weltweit ist der Rassismus gegen (vermeintliche) Moslems seit dem Ende der Blockkonfrontation und
dem Erscheinen von Samuel Huntingtons "Kampf der Kulturen" und noch einmal massiv nach dem 11. September 2001 deutlich gestiegen. In der Bundesrepublik verbindet sich diese Debatte vor allem mit dem Kampfbegriff "Integration" und der Frage der ökonomischen Nützlichkeit.
Können wir hier gerade einen Rassismus "at the rise" betrachten?
Inwiefern bietet "antimuslimischer Rassismus" hier einen guten
analytischen Ansatz?
