26.3.2011: Den Nazis die Lust an weiteren Aufmärschen nehmen

Naziaufmarsch in Lübeck verhindern!

In Lübeck mobilisiert das breite Bündnis "Wir können sie stoppen" zu Aktionen, Demonstrationen und Blockaden. Langsam aber sicher wächst dabei auch die Bereitschaft der teilnehmenden Parteien, Gewerkschaften und Kirchen, Blockaden nicht nur gut zu finden, sondern sich aktiv an Ihnen zu beteiligen.

Es wird offen zu drei Blockadepunkten mobilisiert:

(1) Fackenburger Allee / Steinrader Weg - hier soll eine mögliche Ausweichroute der Nazis blockiert werden

(2) Ziegelteller - hier wurde schon 2010 der Naziaufmarsch gestoppt

(3) Beethovenstraße/Richard-Wagner-Str. - hier gibt es eine angemeldete Kundgebung direkt an der Naziroute, denn von hier soll um 9.30 Uhr eine kirchliche Prozession starten.

Schlüssel zum Erfolg ist frühes Aufstehen und entschlossenes Blockieren! Alle Punkte sollen spätestens ab 8 Uhr morgens besetzt sein. Nutzt die Möglichkeiten der gemeinsamen Anreise (z.B. aus Kiel und Hamburg) oder macht Euch rechtzeitig Gedanken, wie Ihr zu den Blockadepunkten kommt. (Die Anreise per Bahn ist meist die schlechteste Möglichkeit, da die Polizei den Bahnhof gut im Griff hat.)

An den genannten Blockadepunkten gilt der Aktionskonsens von "Wir können sie stoppen", d.h. es geht um massenhafte Aktionen des Zivilen Ungehorsams, nicht um Auseinandersetzungen mit der Polizei. Absperrungen  werden kreativ umgangen oder durchflossen, aber wir steigen auf keine Eskalation ein. Wir blockieren durch unsere Anwesenheit, ob nun sitzend oder stehend. Und wir sind solidairisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch aufzuhalten.

Zusätzlich zu den Blockaden gibt es ab 10.30 die Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz mit dem Gedenken an die von den Nazis über den Bahnhof Deportierten, mit Musik und zahlreichen Reden. (Zum erfolgreichen Blockieren ist dieser Treffpunkt aber nach aller Erfahrung zu spät!)

Update 22.3.2011:

Die Stimmung in Lübeck ist weiterhin gut - viele fiebern den Blockaden entgegen. Die Polizei hat signalisiert, dass erneut ca. 2000 Cops im Einsatz sein werden und ähnlich vorgehen werden wie im letzten Jahr. Wenn es uns gelingt, eine Situation im Stadtteil herzustellen, bei der es große Blockaden gibt und zusätzlich viele Menschen im Bereich der Naziroute unterwegs sind, gibt es deswegen gute Chancen, dass der Naziaufmarsch erneut abgebrochen werden muss.

Vom Bündnis "Wir können sie stoppen" gibt es jetzt neu den Aktionsleitfaden 2011, der eine ausführliche Beschreibung des Aktionskonzeptes und der Infostruktur enthält.

Für Menschen in Lübeck und Umgebung ist es sinnvoll, sich in den SMS-Verteiler einzutragen und ab Freitag 22 Uhr auf Empfang zu sein, da es auf diesem Wege eventuell Informationen über veränderte Treffpunkte geben wird. Zum Eintragen einfach eine SMS mit Text "go 27032010" an die Nummer 84343 schicken.

Alternativ ist auch das regelmäßige Checken des Twitters www.twitter.com/hl_ticker sinnvoll.

Anreise aus Hamburg:

Treffpunkt für gemeinsame Anreise zu den Blockaden: 6.30 Uhr Reisezentrum Hamburg Hauptbahnhof

Die Evangelische Kirche hat die Anmeldung für die Kundgebung mit anschließender Prozession am Punkt 3 (Bodelschwingh-Kirche) auf Druck der Polizei zurück genommen. Allerdings wird dort dennoch um 9.30 Uhr ein Gottesdienst stattfinden, zu dem es freien Zugang geben soll.

LETZTE INFOVERANSTALTUNG:

Lübeck, MI, 23.3.2011, 19 Uhr, Gemeindehaus St. Lorenz, Steinrader Weg 18

Telefonnummern am 26.3.2011 ab 6 Uhr morgens:

Ermittlungsausschuss (EA): 0451-3704805

Infotelefon: 0151-11084597

Twitter-Ticker: www.twitter.com/hl_ticker

 

Bitte beachtet auch die Seite des Bündnisses "Wir können sie stoppen": www.wirkoennensiestoppen.de

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